Montag, 25. Juli 2016

Ems - Radtour Teil 1 Von der Quelle bis nach Rietberg



Aufmerksame Leser meines Blogs wissen bereits, dass ich gebürtiger Rietberger bin und wir uns vor 3 Monaten e-bikes zugelegt haben.

So liegt es nahe, das eine mit dem anderen zu verbinden:

Meine bessere Hälfte und ich beschlossen, den Emsradweg zu fahren - nicht in einer Tour ( schließlich haben wir Kinder und leider auch noch keinen Urlaub ) sondern in Etappen.

Am gestrigen Samstag war es dann soweit. Wir packten unsere Sachen und fuhren los zum....


Startpunkt, dem Infozentrum EmsQuellen.

Nachfolgend sieht man den Gesamtweg, der nun nach und nach vor uns liegt.


Sehr hilfreich war folgendes Buch, welches sehr genau Wege, Entfernungen, Informationen zu Städten, Möglichkeiten der Übernachtung, Restaurants und Sehenswürdigkeiten, etc. aufzeigt.


Also, auf zu den Quellen der Ems...


Diese Treppen führten uns runter zu...


...tja,
einer leider absolut unspektakulären Pfütze...

Aber dies sind die EMSQUELLEN!


Naja, dann los - der Weg liegt vor uns...


Der frühe Vogel fängt den Wurm - oder so ähnlich.
Auf jeden Fall liegt hier noch leichter Nebel auf den Teichen und Wiesen.


Nach 7km erreichen wir unser 1. Etappenziel: Hövelhof.


Die Kirchenuhr von Hövelhof zeigt 9 Uhr - und wir sind ja auch erst kurze Zeit unterwegs,
aber...


...wir sind ohne Frühstück los.
Unser Magen knurrt, so dass wir beschließen, schon direkt am Anfang eine Pause einzulegen. Wenn das so weiter geht, kommen wir nie an, oder?




Gegen 9.30Uhr wird es wirklich Zeit, dass wir endlich weiter kommen.


Das Wetter ist eigentlich fast optimal: Bedeckt, moderate Temperaturen - naja - leichter Nieselregen auch - aber besser als große Hitze oder Dauerregen.


Wir verlassen also Hövelhof, 


 ... nachdem wir diese kleine Kapelle am Wegesrand noch bildlich festgehalten haben.


 Das Schild zeigt: Wir sind noch richtig!


Noch ist die Ems klein.


Hier sogar so klein, dass sie kaum noch zu sehen ist, aber...


...hinter den Büschen - wenn man ganz genau hinschaut....


Unser nächstes Ziel ist das Steinhorster Becken - ihr erinnert euch vielleicht: Hierhin fuhren wir bereits am Vatertag.


An der Ems entlang.


Auch mal über eine Brücke...


2. Etappe erreicht! das STEINHORSTER BECKEN!



Unser 3. und für heute letztes Etappenziel wird Rietberg.


Unsere Tour führt am Tierpark Nadermann vorbei.


 Auch Schöning liegt an unserem Weg.


Hier ist die Ems schon größer.


Störche!
Unsere Familienplanung ist definitiv abgeschlossen!
Wir beobachten sie nur von weitem.


Nun sind wir in meiner Heimat: Rietberg!

Dies ist die Johanneskapelle, ein wirkliches Schmuckstück!
Keine 100Meter Luftlinie entfernt bin ich groß geworden und kenne jeden Grashalm und jeden Baumwipfel.


 Und weiter an der Ems lang.


Habt ihr das Bild schon mal vergrößert?


Ein Postkartenbild!


Auf unserem Weg kommen wir an der ehemaligen Landesgartenschau von Rietberg vorbei.
Es ist immernoch einen Besuch wert - vor allem auch mit Kindern!


Die Landesgartenschau hat 2 Eingänge. Hier seht ihr den Haupteingang.


Wenn man genau hinschaut, sieht man hinter der Ems ein gelbes Gebäude: In diesem Haus bin ich geboren!!!


Wer nimmt neben dem Rieti Platz?
Er ist das Maskottchen der Rietberger Landesgartenschau und überall in verschiedensten Situationen zu sehen.


Unsere Rietberger katholische Kirche, die...


...direkt neben dem Rathaus steht.
Unser Rathaus wird zur Zeit renoviert, so dass es im Moment nicht besonderes fotogen ist.


In der Müntestraße steht das Cafe´ Münte und ist vorerst das Endpunkt unserer Reise.


Der Weg zeigt folgendes Streckenergebnis:

... und wird in Kürze fortgesetzt....



Sonntag, 26. Juni 2016

Kunstschwarmbildung


Mal wieder Neues von der Bienenfront:

Heute will ich euch zeigen, wie ich einen Kunstschwarm erstelle, um einer neuen Königin ein Volk bieten zu können.

Vor Jahren habe ich dem Bieneninstitut Laves in Celle einen Dauerauftrag erteilt, mir jedes Jahr eine "Torfhaus-begattete" Bienenkönigin zu schicken.

So wie auch Weihnachten immer so unerwartet und plötzlich kommt, kam auch vor kurzem die Ankündigung für die nahende Ankunft meiner neuen Bienenkönigin sehr überraschend.




Kurze Zeit später summte es in meinem Briefkasten....



Meine Königin wurde auf ihrer Reise von 6 Bienen begleitet.



Natürlich fehlte auch die Rechnung nicht!


Und - man soll es nicht glauben - auch Bienen können einen Stammbaum nachweisen.
Sogar die Honigerträge, Sanftmut, Wabensitz und Schwarmverhalten der Eltern sind aufgelistet.


Damit die Königin ihren Hofstaat erweitern kann, fuhr ich, bewaffnet mit Smoker, Besen, Kunstschwarmkiste und großem Trichter, zu einem meiner Bienenstände.


Aus den Honigräumen der einzelnen Völker nahm ich immer 1-2 Waben, fegte sie in den Trichter ab...



... so dass die Bienen in die Kunstschwarmkiste fielen.

 

Als ich genug Bienen in der Kiste gesammelt hatte ( ca 1 1/2 - 2 Kilo ), stauchte ich die Kiste einmal kurz auf den Boden, damit sich die restlichen Bienen vom Trichter lösen, besprühte sie mit 15%ige Milchsäure gegen die Varoa-Milben und tauschte den Trichter gegen einen Deckel. So konnte ich mit der geschlossenen Kiste wieder nach Hause.


Zuhause angekommen ließ ich die Begleitbienen der Königin in einem geschlossenen Raum ( unser kleines Gäste-WC ) frei ( geschlossen, damit nicht aus Versehen die Königin mit wegfliegt ), denn sie würden sonst ihre Königin gegen das neue Volk verteidigen.



Die Kunstschwarmkiste stellte ich in den dunklen Keller, stauchte die Kiste erneut auf den Boden um Platz zu haben die neue Königin unter festem Verschluss am Draht in die Kiste einzuhängen.


Auf dem unteren Bild sieht man die Königin in ihrem kleinen Zusatzkäfig rechts oben in der Kunstschwarmbox hängen.
In kürzester Zeit bildet sich aus den Bienen, die ich aus mindestens 10 verschiedenen Völkern zusammengewürfelt hatte, eine Schwarmtraube um die Königin herum.



Damit mein Kunstschwarm nicht Hunger und Durst leiden muss, legte ich mit Wasser getränkte Schwämme auf das Gitter. Dazu reichte ich ca. 300g Futterteig. Die Bienen saugen sich das Wasser aus dem Schwamm und haben durch das Gitter auch Zugang zum Futter.

Die Kiste liegt nun auf der Seite, damit zum einen die Bienen essen und trinken können, zum anderen die toten Varoamilben, die jedes Volk in Europa leider hat, durch das untere Gitter hindurchfallen können und ich sie hinterher auszählen kann, um zu sehen, wie stark der durchschnittliche Befall ist und ob eine Behandlung der Altvölker notwendig ist.


Ein weiteres Mal stauchte ich die Kiste auf den Boden, entnahm die Königin, benetzte die Bienen mit einem Wasserzerstäuber, so dass diese nicht auffliegen können und schüttete sie in einen hohen Boden einer Magazinbeute. Dabei ist darauf zu achten, dass das Flugloch verschlossen ist.


Auf diesen Boden mit den Bienen setzte ich eine Zarge mit geschleuderten Honigwaben, wovon eine Wabe mit Wasser gefüllt ist.
Die Königin hing ich, nachdem ich den festen Verschluss ihres Käfigs entfernt hatte, unter Futterteigverschluss, zwischen 2 Rähmchen, legte den Rest Futterteig oben drauf und


  verschloss die Beute mit Folie und Innendeckel.



Die Bienenbeute wurde dann bei Abenddämmerung an ihren zukünftigen Platz gestellt.
Das mit dem Schaumstoffkeil geschlossene Flugloch öffnete ich ca 1cm weit, damit sich die Bienen einfliegen können und ihr Flugloch besser vor Fremdbienen schützen können und nicht von diesen ausgeräubert werden.

Und hier steht nun ein neues Jungvolk, welches mir im nächsten Jahr hoffentlich leckeren Honig bringt.